Piratenhochburg Golf von Guinea - Hotspot Nigeria

 

Bereits in den letzten Ausgaben unserer Depesche stand die Region um den Golf von Guinea im Fokus unserer Berichterstattung. Sowohl über die landseitige Gefahrenlage rund um das Nigerdelta in Nigeria, als auch über mögliche vorbeugende Sicherheits- und Verhaltensmaßnahmen für Reeder bei Befahren der Küstengewässer dieser Region, wurden von uns aufgegriffen. Wie wichtig gerade das seeseitige Risiko ist, zeigen die aktuellen Vorfälle der vergangenen Tage und Wochen.

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Die Gefahr als Deutscher entführt zu werden steigt

Das Jahr 2012 scheint mit einer Entführungswelle zu starten. Deutsche Staatsbürger zählen bei den Entführern als beliebte Opfer.

17.01.2012        Überfall auf eine Reisegruppe in Äthiopien; 6 Reisende sterben; 2 Deutsche + 2 Äthiopier werden entführt

19.01.2012        Multan in Südpunjab, Pakistan; 1 Deutscher und 1 Italienischer Entwicklungshelfer werden entführt

26.01.2012        Nördlich der Stadt Kano, Nigeria; 1 Ingenieur eines deutschen Bauunternehmens wird entführt

31.01.2012        Nahe der Hauptstadt Sanaa, Jemen; 4 UN-Mitarbeiter, darunter 1 Deutscher, werden entführt

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Erpressung – Das perfekte Verbrechen?

Wohl eher ein Freifahrtschein hinter schwedischen Gardinen! 

Dagobert, Fall Klatten, Nestle Erpressung – dies sind prominente Erpressungsfälle, welche durch die Medien weitestgehend ausgeschlachtet wurden und somit allgemein bekannt sind. Bemüht man jedoch die polizeiliche Kriminalstatistik und recherchiert die Fälle allein in Deutschland, stößt man auf verblüffende Zahlen. Unter § 253 StGB sind erstaunliche 5.528 Fälle in 2010 verzeichnet. Der Querschnitt über die vergangenen Jahre schafft mit durchschnittlich 5.000 Fällen per Anno auch keine Abhilfe. Es sind nicht die großen Fälle, die eine ganze Nation in ihren Bann ziehen, wie seinerzeit der Fall Dagobert, die hier zu Buche schlagen. Nein! Es sind die kleinen Unachtsamkeiten, welche vermeintlich unscheinbare Menschen zum Opfer machen.

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Costa Concordia

Der Luxus-Dampfer "Costa Concordia" havariert in der Nacht vom 13. zum 14. Januar vor der Insel Giglio mit rund 4.200 Menschen an Bord.

Das schwimmende Hotel mit mehreren Pools, Kinos und einer Diskothek gehört nach Angaben des Eigners zu den neuesten und größten Kreuzfahrtschiffen, die derzeit auf den Meeren unterwegs sind. Der 290 Meter lange und 40 m breite Luxusliner wurde 2006 für 450 Millionen Euro gebaut.  1100 Besatzungsmitglieder können bis zu 3780 Passagiere in 1500 Kabinen betreuen.

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