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Blog | | von C. Lohoff

Rückkehr der somalischen Piraterie?

Faktoren, die in der Hochphase für die Piraterie am Horn von Afrika ausschlaggebend waren, scheinen erneut an Bedeutung zu gewinnen.

Dies berichtete die britische in Insurance Day kürzlich. In der Region Galmudug öffnen sich Machthaber dem „Geschäftsmodell" der Piraterie und könnten schon bald Rückzugsorte zur Verfügung stellen. Somit könnte den nach wie vor existieren Piratengruppen eine Bühne für ihre Operationen geboten werden. Die Wiederentdeckung der Piraterie als Geschäftsmodell kommt nicht von ungefähr, so sind die mangelnden ökonomischen Einkünfte und die Perspektivenlosigkeit dieser Region, verbunden mit der Angst den territorialen Einfluss einzubüßen.

Gleichzeitig sank zuletzt die Bereitschaft der kommerziellen Schifffahrt Schiffe durch bewaffnetes Sicherheitspersonal schützen zu lassen. Derzeit werden ca. 60 % der Seeschiffe durch Armed Guards gesichert, Tendenz fallend. Auch die Mannstärke pro Schiff wurde stark reduziert. Somit steigt das Risiko eines erfolgreichen Hijacks erneut an.

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Finanzielle Mittel, welche von außen in das Land gelangen, bilden das Fundament der Operation. Gleichzeitig verspürt das Fußvolk der Piraten einen enormen Druck nach einer erfolgreichen Kaperfahrt. Mit Drogen und Prostitution in den Camps treiben die Geldgeber ihre Seemänner in finanzielle Abhängigkeit, um sie dann zu riskanten Einsätzen zu zwingen.

Dieser bedenkliche Mix identifizierter Risikofaktoren, lässt die Piraterie erneut aufleben. Reeder, so wie Charterer werden davor gewarnt Sicherheitsmaßnahmen weiter zu reduzieren. Der Schutz der eigenen Crew, sowie der Schutz der eigenen Seeschiffe sollten stets an erster Stelle stehen.

Quelle: Insurance Day

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