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Blog | | von C. Lohoff

Deutsche Wissenschaftler in Nigeria verschleppt

Zwei deutsche Archäologen sind in Nigeria Opfer von Entführern geworden.

Die beiden Forscher der Goethe-Universität Frankfurt am Main waren mit zwei Kolleginnen im Norden des Landes unterwegs, um Fundstellen vorchristlicher Terrakotta-Figuren und anderer Kunstgegenstände zu untersuchen. Drei Tage später wurden die beiden wieder freigelassen und an einer Straße ausgesetzt. Ob ein Lösegeld bezahlt wurde, ist nicht bestätigt worden. Körperlich waren beide unversehrt.


Berichten zufolge lehnten die Forscher die Begleitung durch Sicherheitskräfte ab und ließen sich stattdessen von Dorfbewohnern begleiten, obwohl es in Nigeria und gerade in der Region immer wieder zu Entführungen kommt. Zwei der Dorfbewohner wurden bei dem Versuch, den Entführern zu folgen, erschossen. Medienberichten zufolge soll für die beiden Forscher ein Lösegeld von 180.000 Euro gefordert worden sein.


Der Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig die richtige und gründliche Vorbereitung von Reisen in unsichere Regionen ist. Besonders bei Fragen der Sicherheit sollten keine Kompromisse gemacht werden, auch wenn dies mit Einschränkungen des Komforts und zusätzlichen Kosten einhergeht.


Quellen: Zeit, FAZ

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